Berechnung des Wertes eines Vorbehaltsnießbrauchs in der Erbschaftsteuer Achtung bei der Vertragsgestaltung

Das Finanzgericht Münster hat in einem aktuellen Urteil zur Berechnung des Wertes eines Vorbehaltsnießbrauchs die Klage eines Steuerpflichtigen abgewiesen. (FG Münster vom 27.08.2020 3 K 722/16)

Abfindungsfreie Anwachsung eines Personengesellschaftsanteils beim überlebenden Ehegatten als Schenkung

Der Bundesgerichtshof hatte sich in einer Erbrechtsangelegenheit mit der Frage zu befassen, ob eine gesellschaftsvertragliche Regelung eine Schenkung darstellen kann, wonach im Falle des Versterbens eines Gesellschafters dessen Anteil dem anderen Gesellschafter anwächst, ohne dass an die Erben eine Abfindung zu zahlen ist.

Welche Rechtsfolgen hat die Unauffindbarkeit eines Ehegattentestaments?

Das Oberlandesgericht München hat in seinem Beschluss vom 31.10.2019 (AZ.: 31 Wx 398/17) festgestellt, dass die Unauffindbarkeit eines in Kopie vorliegenden handschriftlichen und gemeinschaftlichen Ehegattentestaments nicht dafür spricht, dass das Testament widerrufen worden ist.

Das Familienheim in der erbschaftsteuerlichen Beratung; hier: die dreijährige Renovierungsphase

Nach dem Urteil des Finanzgerichts Münster, AZ.: 3 K 3184/ 17 Erb, zu Lasten des Steuerpflichtigen, ist nun der Bundesfinanzhof gefragt.

Besteuerungszeitpunkt für die Erbschaftsteuer bei zeitlich erst späterer Annahmeerklärung der Erbschaft im Ausland (hier: Italien)

Das Finanzgericht Hessen hatte sich im Urteil vom 22.08.2019 (10 K 1539/17) mit einem interessanten zwischenstaatlichen Erbschaftsteuerfall zu befassen.

Transmortale Generalvollmacht und Schadenersatzpflicht eines Geldinstituts

Das Landgericht Memmingen hat am 28.10.2019 (22 O 257/19) entschieden, dass sich ein Kreditinstitut schadenersatzpflichtig macht, wenn es die Auszahlung eines Guthabens trotz vorgelegter privatschriftlicher transmortaler Generalvollmacht verweigert.

Zur Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments

In einem aktuellen Beschluss vom 12.11.2019 hat das Oberlandesgericht München zu der Frage Stellung genommen, ob aus der Errichtung eines gemeinschaftlichen Ehegattentestaments zwangsläufig eine gegenseitige Erbeinsetzung resultiert.

Erben in der Patchwork-Familie

Für die Kinder in der Patchwork-Familie hängt die Erbschaft nach der gesetzlichen Erbfolge entscheidend davon ab, welcher (Stief-)Elternteil länger lebt: Die (Stief-)Kinder des Ehepartners, der länger lebt, erben mehr. Kommen gemeinsame Kinder hinzu, werden diese gegenüber den einseitigen Kindern privilegiert.

Die transmortale Vollmacht und Alleinerbenstellung

Das Oberlandesgericht München hat in seinem Beschluss vom 04.01.2017 zum Verhältnis der transmortalen Vollmacht und der Alleinerbenstellung Stellung genommen.

Einordnung eines Vermächtnisses eines inländischen Grundstücks unter die beschränkte Erbschaftsteuerpflicht nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG

Nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 Erbschaftsteuergesetz unterliegt der Erwerb von Todes wegen der Erbschaftsteuer. Sind weder der Erblasser im Zeitpunkt des Todes noch der Erwerber im Zeitpunkt der Entstehung der Steuer Inländer im Sinne des ErbStG, bezieht sich eine inländische Erbschaftsteuer ausschließlich auf den Teil des Vermögensanfalls, der in Inlandsvermögen besteht.